Die Geburt von Lennard Oliver Uwe

Um 6 Uhr morgens am Mittwoch, den 22.02.2006 mussten Mama und Papa da sein. Oma kam morgens, als ich noch fest schlief, und hat sich um mich gekümmert.

Mama bekam dann erstmal ein CTG angelegt, eine Braunnüle wurde gelegt und dadurch bekam sie Kochsalzlösung zur Vorbereitung auf die Operation. Dann Thrombosestrümpfe, Mama wurd soweit weiter für die Geburt vorbereitet, Gabi und meine Eltern füllten schon mal alle Formulare für Lennards Geburt aus und ein Blasenkatheder wurde Mama gelegt. Sie bekam noch einen Saft für ihre Magensäure zu trinken und um 7.30 Uhr wurd sie abgeholt zum OP. Papa hat sie noch bis in den Vorbereitungsraum begleitet, dann ist er allerdings zurück in den Kreissaal gegangen, denn da er vor kurzem eine Zahnoperation hatte, er tierisch aufgeregt war, war sein Kreislauf nicht stabil genug. Aber Gabi hat Mama begleitet.

Dann wurd Mama in den OP reingeholt, die Spinale Anästhesie wurde gesetzt und es ging los. Schmerzen hatte Mama nicht, sie war nur tierisch müde und immer am Gähnen. Im OP waren alle ganz nett und unterhielten sich mit Mama. Um 8.27 Uhr wurd es dann laut, denn Lennard war absolut nicht einverstanden mit seiner Wohnungskündigung und brüllte sofort den ganzen OP zusammen, zur Freude aller. Gabi zeigte ihn dann Mama. Er war noch voller „Käseschmiere“. „So wie er voll ist, wär er noch 10 Tage drin geblieben“ sagte Gabi. Mama wurde dann weiter versorgt, Lennard sauber gemacht, der Kinderarzt schaute ihn sich an und dann durft er wieder zu Mama. Kurze Zeit später ist Gabi dann mit ihm zu Papa gegangen, um Lennard anzuziehen, da es sonst zu kalt wird für ihn und um Papa zu beruhigen, dass alles okay ist.

Im OP wurde dann Mama noch gesagt, dass sie und Lennard ganz viel Glück hatten. Mamas Gebärtmutter war perforiert. Hätte sie Wehen gehabt, wäre ihre darunter die Gebärmutter gerissen und wer weiss, was dann mit ihr und meinem Brüderchen gewesen wäre. Sollte Mama noch ein Kind haben wollen, so dürfte sie die ganze Schwangerschaft so gut wie nichts machen, bekäme 100%ig wieder einen Kaiserschnitt und das Kind müsste in der 37.SSW schon geboren werden, da sie keinerlei Wehen haben dürfte.

Als Mama dann „fertig“ war, durfte sie gleich in den Kreissaal, da sie laut Anästhesist sehr stabil sei, nicht in den Aufwachraum brauchte. Eine „Bilderbuchanästhesie“ hatte er es noch genannt.

Die OP führten Frau Dr. Kowalski und Frau Dr. Dupak im Krankenhaus Elmshorn durch. Mama und Papa möchten Ihnen auf diesem Weg danken sowie auch dem gesamten OP-Team, die uns sehr beiseite standen. Ein ganz besonderer Dank galt unserer lieben Hebamme Gabi.

Dort dann konnte Mama endlich Papa wieder sehen und Lennard. Nach einiger Zeit im Kreissaal wurde Mama dann auf die normale Station gebracht.

Nach 3 Tagen, also am Samstag durfte Mama schon auf dem Krankenhaus raus und mit Lennard nach Hause. Normalerweise hätte sie bis Montag bleiben müssen, doch da es ihr so gut ging und sie es dort nicht mehr aushielt, haben die Ärzte okay gesagt. Seit dem schaut Gabi jeden Tag nach Mama und ist auch sehr zufrieden mit der Verheilung der Narbe.